2011 Frankreich - Dordogne

2011 Frankreich - Dordogne

Auf Tour mit Kanu und Rad

Dieser Beitrag passt doch gar nicht zu einer Tandem-Seite? Ja, stimmt. Aber es ist genau diese Reise, die der Auslöser für die Anschaffung unseres ersten Tandems ist. Bepackt mit dem Kanu auf dem Autodach und den Rädern auf dem Fahrradträger fahren wir Richtung Südfrankreich. Wir starten die eigentliche Tour in Argentat an der Dordogne. Die Fahrräder deponieren wir auf einem Campingplatz, den wir nach einigen Tagesetappen erreichen werden, denn mit dem Kanu kann man keine Rundtour machen. So können wir dann per Rad zurückfahren, um das Auto nachzuholen.


Flußabwärts mit dem Kanu, flußaufwärts mit dem Rad

Flußabwärts mit dem Kanu, flußaufwärts mit dem Rad

Da das Boot unser Gepäck trägt, müssen wir bei der Ausrüstung nicht so sehr auf das Gewicht achten. Unser Hilleberg Keron-4 Zelt ist eine Art Villa bei lediglich zwei Personen. Wir werden es auf unseren künftigen Radreisen zuhause lassen müssen, da es recht schwer ist. Der Fluß ist ruhig und freundlich zu uns, was mir sehr entgegenkommt. Während Fritz eine Menge Erfahrung mit dem Kanu hat, ist dies meine erste Reise auf dem Wasser. Wir paddeln ziemlich entspannt flußabwärts und halten wann immer wir eine Bäckerei mit diesen köstlichen Tarts finden.


Château de La Treyne

Château de La Treyne

Es gibt zahlreiche beeindruckende Schlösser entlang der Dordogne. Für uns bedeutet das entspanntes Sightseeing während wir sanft über das Wasser gleiten. Ab und an parken wir das Boot am Ufer und besichtigen ein Schloß, sofern es für Besucher geöffnet ist.


Zurück mit dem Rad, um das Auto nachzuholen

Zurück mit dem Rad, um das Auto nachzuholen

Nach ein paar Tagen lassen wir Zelt und Boot auf dem Campingplatz und radeln zurück zum Ausgangspunkt, um unser Auto nachzuholen. Wer glaubt, eine Radtour entlang eines Flusses müsse doch schön flach sein, der irrt gewaltig. Die Straßen an der Dordogne führen oft hinauf in die Berge. Fritz ist mir permanent voraus und muss häufig auf mich warten. Ein Tandem könnte die Lösung sein. Doch von diesen Gedanken ahne ich in diesen Tagen noch nichts.


Wildcamping am Flußufer

Wildcamping am Flußufer

Es ist Juni. Die Hauptferienzeit in Frankreich liegt im Juli / August. Das heißt, dass viele Campingplätze noch geschlossen sind. Was man als Nachteil deuten könnte, stellt sich andererseits als großer Vorteil heraus. Tagelang sind wir fast das einzige Boot auf dem Fluß. Gelegentlich sehen wir einen Angler, wie er im seichten Wasser steht. Und wir entdecken einen richtig romantischen Platz, an dem wir unser Zelt aufschlagen. Niemand behelligt uns. Aber, wie gesagt, wir befinden uns außerhalb der Saison. In der Hauptsaison hätte man uns hier vermutlich verscheucht.


Abstecher nach Rocamadur

Rocamadur liegt ein wenig abseits der Dordogne. Wir fahren mit dem Fahrrad den Berg hinauf, um uns diesen pittoresken Ort näher anzuschauen. Die Häuser scheinen hier an die Felsen geklebt zu sein. Auf jeden Fall einen Besuch wert. Hätte ich gewusst, wie leicht der Anstieg hierher mit dem Tandem gewesen wäre, ich hätte mich nicht so lange dagegen gewehrt.


Grotte Lacave an der Dordogne

Grotte Lacave an der Dordogne

Entlang der Dordogne gibt es zahlreiche Grotten, von denen einige auch für Besucher offen sind. Lacave ist ein besondere schönes Exemplar. Wir fahren mit einer kleinen Bahn tief in den Berg hinein. Von dort führt ein beleuchteter Rundweg durch die Grotte.


Dordogne Karte

Dordogne Karte

Nach 10 Tagen mit 154 Fluß- und 158 Fahrrad-Kilometern kommen wir ans Ende unserer Kanutour. In der Nähe von Limeuil, dort, wo die Dordogne mit der Vézère zusammentrifft, können wir nicht weiterpaddeln, weil der Wasserstand zu niedrig ist. Da wir noch einige wenige Urlaubstage übrig haben, packen wir unsere Sachen und fahren mit dem PKW in die Normandie zum Mont-Saint-Michel.