Ab jetzt mit VelomobilAb jetzt mit Velomobil

Ab jetzt mit Velomobil

  • Wenn Du mit der Maus über die Fotos gehst, findest du in manchen Fällen ein zweites Foto
  • Nach sieben Reisen mit dem Tandem wechseln wir in diesem Jahr das Gefährt. Seit Frühjahr 2017 sind wir mit dem Velomobil-Virus infiziert und unsere Tandems hängen traurig an der Wand in der Garage. Ob wir sie jemals wieder auf einer Reise einsetzen werden? Wohlgemerkt, Velomobile sind auch Fahrräder, nur dass wir in einer liegenden, wesentlich entspannteren Form radeln können. Dazu kommt, dass sie einen hervorragenden Wetterschutz bieten, was insbesondere für Schottland nicht schaden kann. Biggis DF (Nr. 19, blau) ist mit einem Pedelec-Motor ausgestattet, der sie bis 25 km/h beim Treten unterstützt. Fritz fährt mit seinem DFXL (Nr. 6, mint) ohne Motor, dafür mit einem Schlumpf-Getriebe (s. ausführlichen Bericht im Blog / Ausrüstung). Wir schaffen es, sämtliches Gepäck, was wir üblicherweise mit auf unsere Reisen nehmen, in beiden Velomobilen zu verstauen. Fliegen, oder mit der Bahn fahren, geht mit diesen Rädern allerdings nicht. D.h., wir starten direkt von zuhause aus.
    Da geht's langDa geht's lang

    Da geht's lang


  • Unsere Route

  • Ein weiterer Vorteil des Velomobils ist, dass du größere Strecken als mit dem Aufrechtrad absolvieren kannst. Jedenfalls geht das den meisten Fahrern so. Am ersten Tag legen wir gut 300 km bis in die Niederlande zurück. Bevor wir in Ijmuijden auf die Fähre gehen, fahren wir noch kurz beim Hersteller in Dronten vorbei, um die Räder noch einem letzten Check zu unterziehen.
    Von Newcastle aus führt uns unsere Route am Hadrianswall entlang nach Westen. Wir werden im Verlauf der nächsten sechs Wochen insgesamt 11 mal mit Fähren zu und von den Inseln übersetzen. Denn sowohl die Inneren Hebriden wie Arran, die Halbinsel Kintyre, Islay und Skye, wie auch die äußeren Hebriden mit South Uist, North Uist, Harris und Lewis, stehen auf dem Reiseplan. Nicht zu vergessen die Orkneys im hohen Norden des Landes. Anschließend fahren wir über Inverness am Loch Ness entlang, durch die Cairngorms an der Küsten entlang über Aberdeen nach Edinburgh. Dann sollte es eigentlich zurück nach Hause gehen, doch wir haben die tägliche Reichweite unterschätzt, so dass wir noch einige Tage Zeit haben, bis unsere Fähre ablegt. So haben wir Gelegenheit, die beliebte Urlaubsregion ‚Lake District‘ in Englands Nordwesten zu besuchen. Dann radeln wir zurück nach Newcastle und in zwei Tagesetappen von Ijmuijden wieder gen Heimat.
    Nach 46 Reisetagen, inkl. einem Ruhetag, werden wir 5.074 km und 42.220 Höhenmeter abgestrampelt haben. Die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt 22 km/h, die längste Tagesetappe ist 307 km lang.

    Es geht los!Es geht los!

    Es geht los!

    Montag, 21. Mai, 6 Uhr. Pfingsten. Hellwach schlüpfen wir in unsere vollbepackten Räder. Noch ist es frisch, aber der Wettergott meint es gut mit uns. Wir sind ein wenig aufgeregt, denn dies ist unsere Premiere mit Velomobilen. Werden sie anstandslos als Fahrräder auf den Fähren akzeptiert? Sind die Straßen in Schottland tatsächlich so schlecht? Und macht uns das schottische Wetter in unseren Carbonkisten wirklich nichts aus? Viele Fragen, deren Antworten wir in den nächsten Wochen bekommen werden.

    Die Niederlande. Ein Traum für Radfahrer. Highwayähnliche Radwege, abseits des Autoverkehrs, sowie niedliche kleine Ortschaften machen das Radfahren zum Genuß. Selbst durch Großstädte wie Amsterdam kannst du radeln, denn hier haben die Fahrradfahrer viel mehr Raum (naja, meisten, s. Bild 2) und Rechte als bei uns in Deutschland. Im Mutterland der Velomobile halten wir Ausschau nach solchen Gefährten, aber nur ein einziges Mal sollen wir Glück haben und auf einen weiteren ‚Velonauten‘ treffen.
    Weder der Fährmann, der uns über einen Fluss setzt, noch die Verlader in Ijmuijden nehmen sonderliche Notiz von unseren Velomobilen. Alles ganz normal. „Fahrräder bitte da oben links abstellen“, heißt die Anweisung. Morgen sind wir in England.

    Niederlande, Kampen

    Niederlande, Kampen

    "We have no petrol..."

    … meint der nette Herr, der am Gartentor steht. Als wir ihm erklären, dass wir kein Benzin brauchen, der wunderbare Rasen in seinem Vorgarten jedoch geradezu nach einem Zelt ruft, öffnet er mit einer einladenden Geste wortlos das Tor. Ron und Alison sind großartige Gastgeber. Als erfahrene Backpacker wissen sie, was müde Reisende am nötigsten haben. Sie bringen uns Kaffee, laden uns zum Duschen und Abendessen in ihr Haus und schicken uns am nächsten Tag nach einem ausgewachsenen englischen Frühstück auf die Weiterreise.
    Die Strecke des ersten Tages auf den Britischen Inseln entlang des historischen Hadrianswalls gleicht einer Achterbahnfahrt. In großen Schwüngen geht es immer wieder auf- und abwärts. 14%ige Steigungen und Gefälle sind hier eher die Regel als die Ausnahme.
    Immer wieder treffen wir auf Menschen, die unsere Velomobile bestaunen. Anders als in Deutschland tun sie dies nicht verdeckt, sondern kommen auf uns zu, um in netten Gesprächen mehr darüber zu erfahren. Am Ende unserer Reise werden wir tausend Mal die gleichen Fragen beantwortet haben. Die Engländer und Schotten scheinen sehr viel offener als unsere Landsleute zu sein.
    Die zweite Nacht verbringen wir bei Warmshowers-Gastgebern in Troon, in der Nähe von Ayr. Ein australisches Tandemfahrerpärchen ist ebenfalls zu Gast. Ein geselliger Abend unter Radfahrern. Am nächsten Morgen setzen wir nach Arran über.

    Arran

    Arran

    Reif für die InselnReif für die Inseln

    Reif für die Inseln

    Von Adrossan bringt uns die Fähre nach Brodick auf Arran. Die Straße an der Ostseite der Insel ist auch für Radfahrer mit elektrischer Unterstützung nicht ohne. Die Westseite mit Blick auf Kintyre verläuft wesentlich flacher, dafür pfeift hier ein ordentlicher Wind. Wir sind seit einer Woche unterwegs und haben noch keine böse Wolke am Himmel entdeckt. Sind die Geschichten über das schottische Wetter alle erfunden?
    In Lochranza, im Norden von Arran besichtigen wir die Schloßruine, bevor uns die nächste Fähre nach Clanoig auf Kintyre bringt.
    Auch dort erwartet uns wieder das gleiche Bild. Der Osten, mit alten knorrigen Bäumen bewachsen, ist anstrengend bergig, während der Westen mit langen Stränden aufwartet. Kurz hinter Campbeltown werden wir von einer Polizeistreife gestoppt. Die netten Herren sind offensichtlich besorgt um unsere Sicherheit. Wir plaudern ein wenig, dann lassen sie uns weiterfahren, nicht jedoch ohne eine etwas unübersichtliche Stelle auf der Hauptstraße für uns abzusichern. Sehr entspannt, die Jungs.

    Kein Whisky für unsKein Whisky für uns

    Kein Whisky für uns

    Noch am selben Abend setzen wir nach Islay über, der Insel, die für ihre torfigen Whiskys bekannt ist und zahlreiche Destillen vorweisen kann. Es dämmert bereits, als wir ankommen. Der Inhaber des kleinen Hafen-Shops, dem auch das Hotel und der örtliche Pub gehören, lädt uns ein, am Hafen, direkt vor seinem Wohnhaus zu campen. Gesagt, getan. Schöner Platz, wenn da nicht diese winzigen schwarzen Plagegeister, sprich Midges, wären. Sowohl in der Abend- als auch in der Morgendämmerung machen sie sich über unschuldige Menschen her. Anders als die ’normalen‘ Mücken stechen sie nicht, sondern beißen. Ist nicht weniger lästig, so dass wir uns schnell zu einem Bierchen in den Pub verziehen.

    Auf Islay findet diese Woche das alljährliche Whiskyfestival statt. Wir beschränken uns darauf, einige Destillen abzufahren, für ausgiebige Besichtigungen mit Tasting nehmen wir uns nicht die Zeit. Denn erstens haben wir keinen Platz für Whisky in unseren Kisten und zweitens wollen wir fahrtüchtig bleiben.
    In den Dünen von Kintra, in der Nähe von Port Ellen im Süden der Insel finden wir einen traumhaften Naturcampingplatz. Vor uns feiner Sandstrand mit untergehender Sonne über dem Meer, hinter uns der Vollmond, der über den weißen Cottages aufgeht. Romantik pur. Und heute Abend ohne Midges.

    IslayIslay

    Islay

    Wundermittel gegen MidgesWundermittel gegen Midges

    Wundermittel gegen Midges

    Wir sind schon wieder auf dem Festland, Richtung Loch Lomond und dem Trossachs National Park. Durch den Norden von Kintyre sind wir über Tarbert an der Nordküste des Loch Fyne entlang geradelt. In Inverary besorgen wir uns das Wundermittel gegen die Midgets. Das Bodyöl ‚Avon Skin-so-soft‘. Es heißt, dass die Midges auf der eingeölten Haut ausrutschen und somit nicht mehr beißen können. Glaube kann Berge versetzen, hoffentlich vertreibt er auch die Midgets. Später kommen zwei Moskito-Kopf-Netze dazu, die sich als einzig wirklich wirksame Waffe gegen diese Viecher herausstellen werden.
    Der Loch Lomond im Trossach National Park ist schon ein beeindruckender See, wenngleich die Strecke dorthin für Radfahrer kein großes Vergnügen ist. Denn die Gegend ist beliebt und somit müssen wir uns im dichten Verkehr behaupten. Der kleine Ort Luss, direkt am See ist hübsch aber mit Touristen bevölkert.
    Als wir abends zufrieden in unserem Zelt liegen, glauben wir, dass das Wetter umgeschlagen hat. Aber es sind nicht die Regentropfen, die auf unser Zelt fallen, sondern tausende Midges tanzen auf dem Stoff herum. Wie gut, dass sie nicht hinein können.

    Es gibt sie doch - WolkenEs gibt sie doch - Wolken

    Es gibt sie doch - Wolken

    Weiter geht es Richtung Norden durch die Western Highlands. Obwohl dichte Wolken am Himmel stehen, nass werden wir nicht. Die Strecke führt uns über die vielbefahrene Hauptstraße, doch manch lange Schlange hinter uns haben wir nicht durch unser Tempo veranlasst, sondern weil die Autofahrer ihre Handycamera zücken und fotografierend hinter uns herjuckeln.
    Die Fähre, die uns von Oban auf die Äußeren Hebriden bringen soll, fällt für drei Wochen aus. Wir werden via Ile of Skye nach Uist übersetzen. So fahren wir auf dem Festland weiter nach Fort William. Dabei passieren wir Castle Stalker, eine Burgruine auf einer winzigen Insel, die u.a. schon als Filmkulisse im Highlander gedient hat. Schottland, wie es typischer nicht sein kann.
    In der Nähe des Glenfinnan Monument, das zu Ehren von Bonnie Prince Charlie errichtet wurde, findet sich noch eine weitere, sehr beliebte Attraktion: das Glenfinnan Viadukt, jene Eisenbahnbrücke, über die Harry Potter gen Hogwarts rauschte. Noch heute stampft zweimal täglich ein Dampfzug für die Touristen über das mächtige Bauwerk. Wir haben es leider verpasst.

    Glenfinnan Monument

    Glenfinnan Monument

    Isle of SkyeIsle of Skye

    Isle of Skye

    Mit den Hühnern ins BettMit den Hühnern ins Bett

    Mit den Hühnern ins Bett

    Von Mallaig setzen wir über nach Ardvassar, im Süden von Skye. Es findet sich mal wieder kein Campingplatz in erreichbarer Nähe. Wie gut, dass uns Donna einlädt, in ihrem Garten, neben dem Hühnerstall, zu campieren. Als wir mit unseren Seifenkisten auf den Hof fahren, glaubt ihr Mann, dass sein Sohn Besuch von Spielkameraden bekommt.
    Wer Schottland besucht, der darf Skye nicht auslassen. Auch wenn der Asphalt, wie meistens in Schottland, sehr rau ist, rollen wir gut über die erstaunlich ruhigen Straßen der Insel. Das Panorama ist atemberaubend. Die Berge sind nicht wirklich hoch, wenngleich sie aus unserer tiefen Perspektive recht imposant wirken. An einem Fotostopp springt ein Mann aus dem Auto und spricht uns auf unsere Velomobile an. Der Erste, der weiß, um was für Räder es sich handelt. Kein Wunder, er hat einen Freund in Wales, der auch Velomobil fährt.
    In Uig am Hafen, von dem wir nach Lochmaddy, North Uist, schippern wollen, entdeckt Fritz einen Platten. Der ist doch wohl schnell repariert. Kaum hat er eine herumliegende Palette unter sein Rad geschoben, beginnt auch schon die Verladung am Schiff. Kommando zurück, das Velomobil muss mit Loch im Reifen auf die Fähre, wenn sie nicht ohne uns fahren soll.

    Ins KrankenhausIns Krankenhaus

    Ins Krankenhaus

    Eine einzige schmale Straße, auf der immer nur ein Fahrzeug Platz hat, führt in den Süden von South Uist. Unzählige kleine Tümpel bis mittelgroße Seen säumen die Strecke durch das Torfland. Der stetige Wind beeindruckt uns wenig, durch die Hülle und die niedrige Position sind wir gut geschützt.
    An der Südspitze der Insel finden wir einen schönen kleinen Campingplatz. Am nächsten Morgen müssen wir die gleiche Strecke zurück. Nicht weiter schlimm, auch diese Landschaft durchfahren wir gern ein zweites Mal.
    In North Uist glaubt Fritz an eine Blinddarmentzündung. Sicherheitshalber fährt uns die Campingwirtin ins einzige Krankenhaus weit und breit. Der Arzt gibt Entwarnung. Nur eine Magenverstimmung. Am nächsten Tag geht es schon viel besser. Ob er nur simuliert hat? Wir machen uns auf, auch die nördlichen der Äußeren Hebriden zu erkunden.
    Auf Harris glauben wir nicht, im hohen Norden Europas zu sein. Weiße Sandstrände vor türkisblauem Meer. Und das bei strahlendem Sonnenschein. Träumen wir?
    Lewis wartet mit riesigen Steinkreisen auf. Es heißt, sie sind größer und älter als der berühmte Steinkreis von Stonehenge. Auch der Broch (Wohnturm) von Dun Carloway darf auf unserer Besichtigungstour nicht fehlen.
    So viele alte Kultur macht hungrig. Anstatt selbst zu kochen, gehen wir heute mal schick auswärts essen: Fish & Chips an einer Imbissbude. Lecker!

    HarrisHarris

    Harris

    Lewis

    Lewis

    Hoch hinaufHoch hinauf

    Hoch hinauf

    Die Tage auf den Äußeren Hebriden sind schon wieder vorbei. Von Tarbert fahren wir mit der Fähre zurück nach Skye. Dort umrunden wir die Nordspitze, die noch spektakulärere Landschaften aufweist als der Süden. Hoch aufragende Felsen auf der einen, tief herabstürzenden Klippen auf der anderen Seite. Und dazwischen glänzen weiße Cottages vor tiefblauem Meer.
    Das Festland erreichen wir dieses Mal über eine Brücke. Nach kurzem Abstecher zum Eilean Donan Castle wollen wir über den höchsten Pass Großbritanniens, dem Pass of the Cattle, nach Applecross. In Haarnadelkurven, wie man es von alpinen Pässen kennt, schleichen wir Steigungen von bis zu 20% hinauf. Eine englische Radlerin, die mit Hänger und Hund unterwegs ist, nimmt gern Fritz‘ Pannenhilfe an. Er versucht, die Anhängerkupplung zu richten, aber die ist bereits arg mitgenommen. Wir hoffen, das Mädel kommt damit bis nach Hause.

    Pass of the cattlePass of the cattle

    Pass of the cattle

    Das Material leidetDas Material leidet

    Das Material leidet

    Die einzigen Inseln, die jetzt noch auf dem Programm stehen, sind die Orkneys. Bis dahin ist es jedoch noch ein gutes Stück zu radeln. Wir fahren an der zerklüfteten Westküste entlang, umrunden den gut tausend Meter hohen Beinn Eighe und genießen die Stille des spiegelblanken Loch Maree.
    Fritz hat seine ersten Mäntel an den Vorderrädern durchgefahren. Bei diesem rauhen Asphalt mit unzähligen Schlaglöchern, die wir mit den dreispurigen Velomobilen nicht immer umfahren können, wundert es uns, dass die kleinen 20-Zoll-Reifen es so lange ausgehalten haben. Wie auf allen Reisen, so haben wir auch auf der Schottland-Tour die Ersatzteile dabei, die man nicht überall bekommen kann. Und so geht es mit frischen Mänteln nach Ullapool, wo wir uns ein leckeres Bierchen redlich verdient haben.

    Kettenrisse am laufenden BandKettenrisse am laufenden Band

    Kettenrisse am laufenden Band

    Fritz hatte den ersten Kettenriss bereits in den Niederlanden, noch bevor wir überhaupt unser Reiseziel erreicht hatten. Und es sollte ihn wieder und wieder ereilen. Das heißt dann immer, alles Gepäck ausladen, die Wartungsklappe öffnen und die lange Kette durch die Leitrohre vom Antrieb hinten bis zum Kettenblatt vorn durchziehen und wieder verschließen. Eine Velomobilkette ist ungefähr dreimal so lang wie eine Kette auf einem normalen Fahrrad. Dazu kommt, dass du nicht sehen kannst, ob die Kette in den Leitrohren verdreht ist. Try and error heißt die Devise. Meist klappt es.
    Aber nicht nur Fritz hat mit diesem Problem zu kämpfen. Wenige Tage nach seinem letzten Stopp, steht Biggi mit gerissener Kette am Wegesrand. Ein freundlicher Müllmann weist uns den Weg zu Scott, der eine Fahrradwerkstatt in einem winzigen Gewächshaus betreibt. Das kleine Glashaus ist mit Rädern und Ersatzteilen bis unters Dach vollgestopft. Nicht viel anders sieht es in seinem Cottage aus. Natürlich hat Scott auch die passenden Kettenschlösser vorrätig, so dass wir bald wieder auf der Straße sind.

    Sturm Hector nahtSturm Hector naht

    Sturm Hector naht

    Wir haben die Nordküste Schottlands erreicht. Unsere Route führt von Durness Richtuung Osten. Allerdings hat jeder Traum auch mal ein Ende. Und so müssen auch wir schließlich mit echtem schottischen Wetter klarkommen. Es wird kalt und naß. Dazu gesellt sich ein kräftiger Sturm, der uns buchstäblich in unsere AirBnB- Unterkunft nahe des Hafens in Scrabster fegt. Alle Fähren zu den Orkneys liegen in den sicheren Häfen. Heute geht nichts mehr. Wir faulenzen einen Tag in unserem Zimmer, bevor wir am Abend noch einen kleinen Spaziergang in die Hafenkneipe wagen. Das Bier schmeckt nicht nur bei Sonnenschein.
    Am nächsten Morgen macht die See wieder einen sehr friedlichen Eindruck. Dennoch wird die Überfahrt eine schaukelige Angelegenheit. Der Captain wählt die Route durch die Inseln statt der üblichen äußeren Strecke, vorbei am ‚Old Man of Hoy‘, denn dort ist es wohl noch zu stürmisch.
    Der Verlademeister kann unsere Räder nicht so richtig einordnen und fragt, ob wir schon öfter damit auf einer Fähre waren. Als wir das bejahen, schickt er uns ohne weitere Diskussion auf das Boot, wo unsere kleinen Freunde einen Platz unter einem Kühlauflieger finden. Hoffentlich sind dessen Stützen stabil. Auf den schottischen Inselfähren können Fahrräder meist kostenlos mitgenommen werden.

    "Wo ist die Polizei, wenn man sie braucht?", ...

    … fragen Mitglieder der Facebook-Gruppe ‚Orkneys Past an Present‘ als sie ein Video sehen, dass eines ihrer Mitglieder von uns gedreht hat, wie wir im Schritttempo durch die engen Gassen von Stromness rollen. Ein Weiterer befürchtet, dass der Filmende von unserem Fahrtwind mitgerissen werden könnte. Warnungen vor höllischem Verkehr in der Stadt folgen.
    Wir bekommen diese scherzhafte Diskussion erst viel später mit, als wir schon mitten durch die zahlreichen (prä-)historischen Monumente der Orkneys radeln.
    Der Himmel klart langsam wieder auf, jedoch bleibt ein eisiger Wind, der uns immer wieder in unsere Nussschalen flüchten lässt. Dennoch besuchen wir die Steinkreise, das Steinzeitdorf Scara Brae, sowie die Italian Chapel, die von italienischen Kriegsgefangenen während des zweiten Weltkriegs auf Mainland errichtet wurde.
    Vor der beeindruckenden St. Magnus Kathedrale in Kirkwall spricht uns ein Herr an, der sich als Polizeichef der Stadt vorstellt. Wir plaudern ein wenig, bevor er über Twitter seine Kollegen auf dem Festland bittet, ein wachsames Auge auf uns zu haben. Sie sind ein wirklch nettes Völkchen, die Schotten.

    Orkney Ring of Brodgar

    Orkney Ring of Brodgar

    Nessy schläftNessy schläft

    Nessy schläft

    Mittlerweile haben wir Inverness erreicht. Unser Navi führt uns über weniger velomobiltaugliche Umwege zu Karen, unserer Warmshowers-Gastgeberin in der Stadt. Sie erzählt uns, dass sie auch im Winter im Loch Ness schwimmt. OK, mit Neoprenanzug, trotzdem, so hart sind wir nicht.
    Von den Orkneys haben wir die Fähre nach Gills genommen und sind dann über John O’Groats immer der Küste entlang nach Inverness geradelt.
    Die Landschaft ist bei Weitem nicht so reizvoll wie der Westen. Mit Ginster gespickte grüne Wiesen fallen seicht zum Meer hin ab und enden in einem schmalen Sandstreifen. Wahrscheinlich sind wir vom Panorama im Westen einfach zu verwöhnt.
    Weiter geht’s an der Ostseite von Loch Ness Richtung Süden. Von Nessy keine Spur, entweder sie schläft, oder sie fürchtet sich vor unseren Velomobilen. Das Wetter schlägt um. Heftiger Gegenwind gepaart mit ordentlichen Regengüssen machen den Reiseradlern auf ihren Aufrechträdern ordentlich zu schaffen. Wir sind da besser dran.
    In Spean Bridge biegen wir auf die A 86 ab, die uns durch die nördlichen Cairngorms nach Elgin bringt. Die dortige Kathedrale ist die bisher beeindruckendste Kirchenruine, die wir bestaunen.

    Whisky!Whisky!

    Whisky!

    Jetzt muss es doch mal sein. Wir sind im Land des Whiskys und haben noch keine Destillerie von innen gesehen. Glen Grant bietet gerade, als wir vorfahren, eine Führung an. Die nehmen wir gerne wahr und lernen viel über das goldene Getränk. Um dem Alkohol von der Verkostung Gelegenheit zum Verdunsten zu geben, gönnen wir uns noch einen kleinen Spaziergang durch den weitläufigen Park der Destille.
    Manchmal ist es nicht ratsam, die ruhigen Nebenstraßen zu wählen. Wir fahren durch nette Fischerdörfer, die allerdings durch Straßen verbunden sind, die für Radfahrer völlig ungeeignet sind. Zentimeterhoher, loser Split und Steigungen bis zu 17% zwingen uns zum Aussteigen. Da hilft nur Schieben.
    Auf dem Weg nach Aberdeen geraten wir unvermittelt auf die neue vierspurige Einfallstraße. Als diese dann baustellenbedingt auf zwei Spuren verengt wird, sind wir mit unseren Kisten ein ziemliches Verkehrshindernis. Die Autofahrer sind aber sehr entspannt. Geduldig harren sie hinter uns aus, bis wir Gelegenheit haben, auf die abgesperrte Spur auszuweichen. Frischer Asphalt nur für uns. So lässt sich radeln!
    In Aberdeen finden wir bei Andrew, dem einzigen Velomobilfahrer Großbritanniens, den wir kennenlernen, ein Bett für die Nacht. Natürlich müssen die Velomobile für ein Fotoshooting posieren, bevor sie gemeinsam in der Garage schlafen dürfen.

    Tea time mit der Queen?Tea time mit der Queen?

    Tea time mit der Queen?

    Von Osten fahren wir noch einmal in die Cairngorms. In Banchory müssen wir einen längeren Boxenstopp einlegen, weil Fritz die merkwürdigen Geräusche am Ritzel klären will. Die Jungs vom Radladen kennen sich mit Velomobilen nicht aus, können ihm somit nicht helfen. Als sie sehen, wie routiniert er ans Werk geht, bieten ihm gleich einen Job an. Sollten wir das in Erwägung ziehen? Lass uns weiterfahren, bevor wir schwach werden.
    Von Osten kommend bieten die Cairngorms eine wunderschöne Route Richtung Braemar. Wahrscheinlich werden wir es nicht rechtzeitig zum Tee mit der Queen im Balmoral Castle schaffen, so dass wir in Ballater in einem schmucken kleinen Café zu Tee, Scones und handgemachter Clotted Cream einkehren. Köstlich!
    Die Queen kann uns nicht empfangen, wir müssen wieder campen. Eigentlich darf man hier überall wild campen, mit unseren Velomobilen sind wir allerdings nicht besonders geländegängig. Und der Akku braucht immer wieder Strom. Das heißt, dass wir in der Regel einen Campingplatz aufsuchen. Was hier auch gut ist, denn es ist lausig kalt. Wir duschen dann doch lieber heiß, anstatt uns im eisigen Bach zu waschen. Selbst zum Frühstück bleiben wir im Zelt, warm in den Schlafsack gekuschelt.

    Stirling Castle

    Stirling Castle

    Abenteuerlicher HindernislaufAbenteuerlicher Hindernislauf

    Abenteuerlicher Hindernislauf

    Eigentlich wollten wir entlang der Küste Richtung Süden fahren. Doch dann kommt eine Einladung aus Stirling. Yann, Hostel-Wirt aus der Stadt, hat unsere Reise auf Facebook verfolgt. Er will sich selbst ein Velomobil anschaffen, da diese Räder auch auf den Britischen Inseln eher selten sind, will er die Gelegenheit nutzen, um sie einmal im Einsatz zu sehen. Wir liegen gut in der Zeit, zu oft haben wir schon Einladungen abgelehnt, dieses Mal sagen wir zu. Nachdem Yann eine Runde in Fritz‘ DFxl gefahren ist, will er gar nicht mehr aussteigen. Abends beim Bier löchert er uns mit allen Fragen rund ums Velomobil. Ein paar Wochen später wird er selbst zu den Velonauten gehören.

    Vorbei an den Kelpies, den riesigen Pferdekopfskulpturen bei Falkirk, führt unser Weg entlang des Union Canal nach Edinburgh. Wir zögern, als wir in den langen, spärlich beleuchteten Tunnel eintauchen. Der kopfsteingepflasterte Weg fällt leicht zum Kanal hin ab. Er ist feucht und rutschig vom Wasser, dass die Wände herabtropft und das Geländer ist so hoch, dass wir mit den niedrigen Velos problemlos durchpassen würden, wenn wir abrutschen. Gruselige Vorstellung, im Velomobil sitzend, eingeklickt in die Pedale, in den Kanal zu stürzen. Vorsichtig tasten wir uns durch.
    Das nächste Hindernis stellt sich in Form eines verschlossenen Tores dar. Wie gut, dass gerade zwei Mountainbiker unterwegs sind, die helfen, unsere voll bepacken Gefährte über das Gatter zu tragen. Allein hätten wir alles auspacken müssen, um sie über das Tor zu wuchten. Manchmal haben „normale“ Fahrräder auch Vorteile, damit kommt man fast überall durch.

    Kleine RennmaschinenKleine Rennmaschinen

    Kleine Rennmaschinen

    In Berwick-upon-Tweed werden wir erstmals auf dieser Reise an einem Campingplatz abgelehnt, alles voll. So landen wir auf einem kleinen, sehr versteckten Farm-Campingplatz, dessen wenige Camper uns abends mit Bananen und anderen Köstlichkeiten versorgen und uns auf den nahen Hügel schicken, von dem wir einen herrlichen Ausblick haben. Am nächsten Morgen müssen wir pünktlich zur Holy Island of Lindisfarne übersetzen, denn die Straße ist nur bei Ebbe befahrbar. Schwimmen können unsere Zigarren leider noch nicht. Eine Bewohnerin des Orts bietet uns an, unsere Velomobile in ihrem Garten abzustellen, damit wir in Ruhe die alte Kathedrale und die Ausgrabungen besichtigen können. Wie nett! So können wir mal gemeinsam die Gegend erkunden, ohne dass einer bei den Rädern bleiben muss. Vielleicht sind wir auch zu vorsichtig, aber wir haben schon oft erlebt, das Neugierige aus Unkenntnis die Velomobile so unsanft anfassen, dass die dünne Hülle Schaden nehmen kann.

    Wir sind zu schnell. Wenn wir jetzt auf direktem Wege nach Newcastle radeln, haben wir noch fast eine Woche Zeit, bevor unsere Fähre gen Heimat ablegt. Und so machen wir noch einen Schlenker in den äußersten Nordwesten Englands, zum Lake District. Die Route führt durch den Kielder Forest, eine so einsame Gegend, dass nicht einmal Schafe zu sehen sind. Wunderschön! Der Campingplatz kurz hinter der Grenze ist dafür umso belebter. Und auch die schottischen Plagegeister, die Midges, trauen sich nach England und machen uns wieder einmal das Freiluftleben schwer.

    Feiglinge!Feiglinge!

    Feiglinge!

    Das gute Wetter verfolgt uns auf dieser Reise einfach überall hin. Auch hier, in Cumbria, Nord-Englands beliebter Feriengegend, will die Sonne einfach nicht aufhören zu scheinen. Am Ullswater Lake finden wir auf einem der zahlreichen, belebten Campingplätze eine schöne Wiese direkt am See. Andere Campinggäste planschen im Wasser, nur wir trauen uns nicht hinein. Dabei ist es gar nicht so kalt. Unsere Badesachen hätten wir auch zuhause lassen können. Nicht ein Mal haben wir uns getraut, uns in die Fluten zu stürzen, obwohl wir tagsüber oft ins Schwitzen gekommen sind. Im Norden Schottlands, wo das Meer zwar einladend ausssieht, aber eiskalt ist, wäre das noch verständlich, aber hier …?

    Der Lake District National Park ist ziemlich voll. Ferienzeit in England und das bei dem Wetter. Campingplatz reiht sich an Campingplatz, die Orte bieten zahlreiche der üblichen Cafés und Geschäfte für Touristen und die Autos schlängeln sich als Blechlawine durch die Straßen. Trotzdem ist Landschaft mit ihren grünen Hügeln und zahlreichen Seen einen Besuch wert. Für uns heißt es allerdings Abschied nehmen. Es wird jetzt Zeit, um Kurs auf Newcastle zu nehmen.

    LebensgefährlichLebensgefährlich

    Lebensgefährlich

    Auf dem Weg nach Newcastle landen wir irgendwann auf der mehrspurigen A 66. Eigentlich gar nicht so schlecht, haben hier doch die Autos die Möglichkeit, auf die zweite Spur auszuweichen, wenn sie uns überholen. So jedenfalls lief es bisher. Doch hier scheint sich niemand um zwei kleine Seifenkisten am Rand der Fahrbahn zu kümmern. Als wir ein wiederholtes Mal von einem 40-Tonner auf Tuchfühlung überholt werden, weigert sich Brigitte, auch nur noch einen Meter auf dieser Piste zu fahren. Nach fast 4.500 km ohne Probleme mit den Kraftfahrern müssen wir uns nicht auf den letzten Metern überrollen lassen.
    Die Straße, die wir nun nehmen müssen, gibt sich zunächst als solche gar nicht zu erkennen. Hier scheinen so wenig Autos durchzufahren, dass sogar auf die Cattle Grids verzichtet wird. Um zu verhindern, dass das Vieh zu weit wandert, wird hier einfach die Straße mit einem Tor abgesperrt. Sieht aus, wie eine Hofeinfahrt. Wer hindurch will, muss halt aussteigen. Die Strecke ist bergig, einsam aber nochmal richtig schön. Gesund und unverletzt erreichen wir Newcastle.

    Zwischen mächtigen Baumaschinen und großen LKW verzurren wir unsere kleinen Fahrzeuge auf der Fähre. Die letzte Überfahrt steht an. Wir sind besonders sorgfältig, denn die Schiffsfahrt dauert die ganze Nacht. Die See ist ruhig, in Amsterdam (Ijmujiden) nehmen wir die Räder unversehrt wieder in Empfang.

    Ob sich die Katze freut?

    Ob sich die Katze freut?

    Spätestens jetzt, als wir kurz nach neun am Morgen die Fähre in Amsterdam verlassen, sind wir im Heimkehrmodus. Bereits in der letzten Woche haben wir viel an zuhause gedacht. Wir freuen uns auf unser Haus, den Garten und die Katze, die sechs lange Wochen ohne uns aushalten musste. Ob sie sich auch freut, uns wiederzusehen?

    Heute wollen wir es möglichst noch bis nach Lüdinghausen schaffen, wo wir bei Freunden die letzte Nacht der Reise verbringen werden. Wir schlängeln uns mitten durch Amsterdam, was zwar wuselig, aber nicht stressig ist, denn wir teilen uns die Fahrbahn mit anderen Radfahrern. Die relativ wenigen Autos, die auf unserer Strecke unterwegs sind, müssen hier in den Niederlanden zurückstecken, denn hier hat das Fahrrad Vorrang.
    Der Tag wird heiß und anstrengend. Kurz vor der deutschen Grenze laden wir den Akku für Brigittes Velo sicherheitshalber noch einmal auf. Eine freundliche Dame erlaubt uns, ihren Strom anzuzapfen. Nach 14 Stunden und 259 km erreichen wir kurz vor Mitternacht unser Etappenziel. Ein Bierchen reicht, um uns schnell ins Reich der Träume zu wiegen.

    Heike und Jo schicken und am nächsten Morgen auf unsere letzte Etappe. Die 145 km schafft Brigittes Akku locker auch ohne Nachladen. Am frühen Nachmittag des 6. Juli rollen wir fröhlich und unversehrt auf unseren Hof, dem Startpunkt dieser Reise.

    Mit breitem Grinsen...

    Mit breitem Grinsen...

    … blicken wir zurück auf diese Tour. Unsere erste mit Velomobilen, aber, um es gleich vorwegzuhemen, sicher nicht unsere letzte. Velomobile sind absolut reisetauglich. Wenn man sich darauf einlässt, dass man (fast) immer auf eigenen Rädern unterwegs sein muss, denn Züge und Flieger sind in der üblichen Form ausgeschlossen. Es sei denn, man transportiert die Räder als Frachtgut.

    Jeder allein in seinem Velo, anstatt zu zweit auf dem Tandem. Dank des Elektroantriebs in Brigittes Rad ist es möglich, gemeinsam zu fahren, ohne dass der eine ständig auf den anderen warten muss. Brigitte hat es nie glauben wollen, sie konnte Fritz‘ Begeisterung für Liegeräder nicht teilen. Bis sie selbst erfahren hat, wie wunderbar bequem diese Sitzhaltung beim Radfahren ist. Es tut einfach nichts mehr weh. Welcher Aufrechtradler kann das auch nach sehr langen Tagesetappen von sich behaupten?
    Auch das Thema Sicherheit ist aus unserer Sicht kein Problem. Obwohl wir stets auf unsere niedrige Höhe angesprochen werden, sind wir durch das Volumen der Räder in Verbindung mit der bunten Lackierung gut sichtbar. Wir haben das Gefühl, dass uns die Autofahrer mehr Raum geben, als wenn wir auf Aufrechträdern unterwegs sind.

    Wir hatten so viel Glück mit dem Wetter. Wenngleich wir uns auch an den kälteren Tagen immer wohl in den Nussschalen gefühlt haben. Kein Frieren, du wirst nicht nass und den Wind merkst du auch kaum.

    Oft haben wir uns gefragt, ob wir für Langzeit-Radreisen nicht gemacht sind. Denn, sobald die zweite Hälfte der Tour anbricht, denken wir mehr und mehr an unser Zuhause. Egal, wie aufregend und schön die Reise ist. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass die Reisezeit von vornherein auf diese Wochen festgelegt ist. Wie dem auch sei, diese erste Fahrt mit den Velomobilen bleibt unvergessen. Und sie hat uns darin bestätigt, dass Velomobilfahren süchtig macht. Nächstes Jahr fahren wir wieder.

    Ja, die Katze hat sich gefreut.